
Lernen Sie das verbreitete Betriebssystem UNIX kennen. Egal ob sie an solch einem Rechner arbeiten oder auch zuhause nutzen wollen,
hier können Sie ohne große Vorkenntnisse erfahren wie das geht.
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ERSTE SCHRITTE |
BEFEHLE |
FORTGESCHRITTENE |
TIPS & LINKS |
FAQs
Erste Schritte
1. Schritt: Falls Sie nicht schon an einem
Unix-Terminal sitzen, müssen Sie zuerst eine Verbindung zum Rechner
aufbauen. Starten Sie ein Telnet Programm und geben Sie dort die gewünschte Internetadresse an...
oder geben Sie z.B. am DOS-Prompt folgendes ein:
|
telnet ix <RETURN-Taste>
Statt ix geben Sie die Adresse des gewünschten Rechners
an, fragen Sie dazu in ihrer Firma oder Universität nach |
Eine Verbindung zum Rechners wird aufgebaut.
Bei Problemen oder Fragen siehe FAQ (am Ende dieser Anleitung).

2. Schritt: Der Rechner bittet Sie jetzt um ihre
User-ID (Login) und dann um Ihr Passwort.
Beides eingeben und wie immer mit der RETURN-Taste bestätigen. Nach
einem kleinem Moment, meldet sich der Rechner mit einem blinkendem
Cursor (schwarzes Rechteck). Okay, jetzt kann es losgehen!
3. Schritt: Beginnen wir mit einer einfachen
Übung. Tippen Sie die folgenden Befehle ein (Kleinbuchstaben):
|
Befehl: | |
Beschreibung (nicht eintippen): |
| echo hello world! | Auf dem Bildschirm erscheint "hello world!" |
| date | Das aktuelle Datum und die Uhrzeit wird ausgegeben. |
| pine | Das Programm, mit dem Sie EMails (Elektronische Post)
verschicken können, erscheint. Wie das geht, wird später beschrieben.
Verlassen wir das Programm gleich wieder, RETURN-Taste drücken und dann die
Taste "Q". |
| logout | Auf Wiedersehen, good bye. WICHTIG: Vergessen Sie
am Ende niemals das Logout!!! Sie brauchen den Computer nicht ausschalten, ein Logout
erfüllt den selben Zweck. |
Die erste Hürde in Sachen Unix ist genommen. Gut gemacht! Das war
eine kurze aber durchschnittliche Unix Sitzung. Es reicht um EMails zu
schreiben, und viel mehr sinnvolles machen die meisten Anwender auch nicht.
Wie man EMails schreibt, und noch mehr, wird im folgenden Abschnitt
beschrieben.
Die wichtigsten Programme
Diese Programme sollten Sie einmal angeschaut haben, ich bin sicher es
macht Ihnen Spaß und Sie werden sie öfters benutzen. Zum Starten
eines Programms tippen Sie wieder dessen Namen (in Kleinbuchstaben) ein.
| | |
| pine |
Ein Programm um EMails (Electronic Mail) verwalten zu können.
PINE ist einfach zu bedienen, so daß es durch ausprobieren zu
erlernen ist. Falls Sie Hilfe benötigen, am unteren Bildschirmrand
wird immer eine Tastenbelegung angezeigt.
Die EMails werden in sogenannte Folders (Ablagen) abgelegt, INBOX ist die Ablage für neu ankommende
EMails. Zum Beenden von PINE die Taste Q (Quit),
oder falls Sie gerade eine Mail schreiben, zuerst noch die
Tastenkombination STRG+X (zum Absenden) oder STRG+C (zum Abbrechen) drücken.
Ein kleiner Tip: Mit Smileys kann man Gefühle ausdrücken.
Lernen Sie Smileys und Internet-Slang kennen,
egal ob für EMails oder irgendwelche anderen Internet-Texte.

|
| netscape | Mit
Netscape geht's ab ins WWW (World Wide Web), das grafisch orientierte
Internet... na klar das kennen Sie. Mit Netscape kann man übrigens auch EMails schreiben und Newsgroups
anschauen. Benutzen Sie immer die neuste Version von Netscape... oder falls gar kein Netscape existiert,
im Notfall das textorientierte lynx benutzen. Wer sich selbst eine Homepage basteln
möchte: hier eine HTML-Kurzanleitung.

|
| irc | Möchten
Sie sich mit anderen Menschen unterhalten? Gut, hier können Sie nach
Herzenslust "chatten", neue Leute kennen lernen oder Neuigkeiten
austauschen. Aber Vorsicht, IRC kann süchtig machen!
Ausführliche Informationen finden Sie in der IRC Kurzanleitung. |
Unix Befehle
Für die meisten Anwender sind Unix Befehle eher unwichtig,
falls Sie öfters mit Unix arbeiten kann ein gewisses Grundwissen
nicht schaden. Hier eine Liste mit den wichtigsten Befehlen:
Befehl: |
Beschreibung (nicht eintippen): |
| ls | Anzeige der Dateien im aktuellen Verzeichnis (List)
| Beispiele: | ls
| (Ausgabe aller Dateien) |
| ls a* | (Ausgabe aller Dateien, die mit dem Buchstaben "a" anfangen) |
| ls *.txt | (Ausgabe aller Dateien, die mit ".txt" enden) |
| ls -all | (Detailierte Ausgabe aller Dateien, auch unsichtbare Dateien) |
|
| l | Ausführlichere
Anzeige der
Dateien im aktuellen Verzeichnis, ähnlich wie der Unix-Befehl ls |
| cd Verzeichnis | Wechselt ins
gewünschte Verzeichnis (Change Dir)
| Beispiele: | cd Mail | (Wechselt ins Mail-Verzeichnis) |
| cd .. | (Geht wieder ein Verzeichnis zurück) |
| cd | (Wechselt ins Home Verzeichnis) |
|
| cp Quelle Ziel | Kopieren
von Dateien (Copy)
| Beispiele: | cp hallo.txt
hallo.bak | (Kopiert hallo.txt nach hallo.bak) |
| cp *.txt Texte | (Kopiert alle Dateien mit Endung ".txt" ins Verzeichnis "Texte") |
| cp * Texte | (Kopiert alle Dateien ins Unterverzeichnis, siehe Platzhalter) |
|
| mv Quelle Ziel
| Verschieben / Umbenennen von Dateien oder Verzeichnissen (Move)
| Beispiele: | mv hallo.txt
neu.txt | (Benennt hallo.txt in neu.txt um) |
| mv Bilder Bilder_alt | (Benennt das Verzeichnis "Bilder" in "Bilder_alt" um) |
| mv *.txt Texte | (Verschiebt alle Dateien mit Endung ".txt" ins Verzeichnis "Texte") |
| mv * Texte | (Verschiebt alle Dateien nach "Texte", siehe Platzhalter) |
|
| rm Datei | Löschen von
Dateien ohne Sicherheitsabfrage, vorsichtig benutzen! (Remove)
| Beispiele: | rm hallo.txt | (Löscht hallo.txt) |
| rm *.txt | (Löscht alle Dateien mit Endung ".txt") |
| rm * | (Löscht alle Dateien im aktuellen Verzeichnis, siehe Platzhalter) |
| rm -r * | (Löscht alle Dateien im akt. Verzeichnis und Unterverzeichnisse, Vorsicht!) |
|
| mkdir Verzeichnis
| Verzeichnis erstellen (Make Dir)
Beispiel: mkdir Test (Erzeugt ein Unterverzeichnis mit Namen "Test") |
| rmdir Verzeichnis
| Verzeichnis löschen (Remove Dir)
Beispiel: rmdir Test (Löscht das Unterverzeichnis "Test", es muss vorher leer sein) |
| less Datei | Zeigt den Inhalt
einer Datei an, mit der Taste Q (Quit) beendet man das Anzeigen. Verändern kann man Dateien mit einem
Texteditor (z.B. pico).
Beispiel: less .profile (Zeigt den Inhalt der Datei .profile an) |
| date | Aktuelle Zeit und
Datum |
| finger User | Gibt
Informationen über einen gewünschten User aus
| Beispiel: | finger mseuffer | (Gibt Informationen über den User "mseuffer" aus) |
| finger mseuffer -l | (lange, erweiterte Informationen über den User "mseuffer") |
| finger mseuffer@ix.urz.uni-heidelberg.de (mit voller Internetadresse) |
|
| talk User | Unterhaltung mit
gewünschten User aufbauen, siehe auch User antalken
Beispiel: talk mseuffer@aixterm6 (Den User "mseuffer" auf Rechner "aixterm6" ansprechen) |
| man Befehl |
Gibt Hilfe (Manual) zu Befehlen aus, kann man immer mal gebrauchen
| Beispiele: | man banner | (Gibt Informationen zum Befehl "banner" aus) |
| man 8 nslookup | (Hilfe zu nslookup(8), eine Nummer
wird manchmal angegeben) |
|
| passwd | Ändert Ihr
Passwort. Das Passwort sollte mindestens 5 Zeichen lang sein und ab und
zu mal geändert werden. Als Passwort eignet sich ein leicht
einprägsamer Begriff kombiniert mit einer Zahl, oder ein Wort das
man aus den Anfangsbuchstaben eines Satzes bildet. Auf KEINEN Fall
einen Begriff aus dem persönlichen Umfeld nehmen, aber auch nicht zu schwer! |
| telnet Rechner | Verbindung zu
einem anderem Rechner aufbauen Beispiel: telnet ix (Verbindung
zum Rechner "ix" wird aufgebaut) |
| logout | Unix-Sitzung beenden,
zum Schluß nicht vergessen!!! |
Tips zu Unix-Befehlen
| * |
Unix-Befehle werden (fast) alle klein eingegeben, das heisst achten Sie auf
Gross/Kleinschreibung! |
| * |
Jeder User besitzt ein sogenanntes Homeverzeichnis, das ist genau dort
wo man sich nach dem LOGIN befindet. |
| * |
Alle Dateien/Verzeichnisse mit einen Punkt am Anfang sind "unsichtbar"
(z.B: .profile). Man kann sie sehen, wenn man die Option
"-all" angibt, Beispiel: ls -all |
| * |
Bei Datei-/Verzeichnisnamen sollten Sie generell auf Sonderzeichen (Leerzeichen, deutsche Umlaute, usw.) verzichten. Statt
Leerzeichen wird oft das Zeichen "_" (Underline) verwendet. |
| * |
Dateinamen brauchen nicht immer ausgeschrieben werden, verwenden Sie
Platzhalter (sogenannte Wildcards):
Das Zeichen "*" ersetzt beliebige Zeichenfolgen, das Zeichen "?"
ersetzt ein einzelnes Zeichen.
| Beispiele: |
a* | bezeichnet alle Dateien, die mit "a" anfangen. |
| *.txt | bezeichnet alle Dateien, die mit ".txt" enden. |
| *abc* | bezeichnet alle Dateien, in denen die Zeichenfolge "abc" vorkommt. |
| text? | bezeichnet alle Dateien, die mit "text" anfangen und mit genau einem (beliebigen) Zeichen enden. |
| ??text | bezeichnet alle Dateien, die mit "text" enden und mit genau zwei (beliebigen) Zeichen anfangen. |
| * | steht stellvertrettend für alle Dateien, bis auf die unsichtbaren Dateien
(die mit einem Punkt am Anfang) welche durch .* bezeichnet werden. |
|
| * |
Verzeichnisnamen können abgekürzt werden: Das Zeichen "." steht
für das aktuelle Verzeichnis, ".." steht für das Verzeichnis darüber und
"~" ersetzt das Homeverzeichnis.
| Beispiele: | cp Texte/datum.txt . | (Kopiert die Datei "datum.txt" vom Verzeichnis "Texte" ins aktuelle Verzeichnis) |
| cp ~/datum.txt . | (Kopiert die Datei "datum.txt" vom Homeverzeichnis ins aktuelle Verzeichnis) |
| cp hallo.txt .. | (Kopiert die Datei "hallo.txt" in ein Verzeichnis höher) |
| mv *.txt .. | (Verschiebt alle Textdateien in ein Verzeichnis höher) |
|
| * |
Statt EMails
zu schreiben, kann man sich auch mit dem Befehl talk
direkt mit einem User unterhalten. In ganz seltenen Fällen ist das etwas umständlich:
zuerst muß man mit finger
überprüfen ob der gewünschte User da ist und an welchem Rechner er sitzt, erst dann können Sie ihn genau auf
diesem Rechner antalken. Eine weitere beliebte Möglichkeit zum Unterhalten im Internet ist das IRC. |
| * |
Die meisten Unix-Befehle oder Programme kann man mit der Tastenkombination
STRG+C abbrechen, mit der Tastenkombination STRG+L den Bildschirm neu
aufbauen (wenn er durch andere Programme zerstört wurde).
Besonders praktisch wenn man Datei- oder Verzeichnisnamen eingibt, ist die
TAB-Taste. Geben Sie die ersten paar Zeichen ein und drücken dann
TAB: der Datei- oder Verzeichnisname wird automatisch ergänzt
(falls er eindeutig ist)! Oder drücken Sie ein zweites Mal TAB
und alle Möglichkeiten werden angezeigt. 
Hier noch eine praktische Abkürzung für Befehle: Geben Sie das Zeichen "!" (Ausrufezeichen) und ein paar
weitere Buchstaben ein, drücken dann die RETURN-Taste: Die Eingabe wird zur letzten passenden
Befehlszeile ergänzt, bei !fi wird dann beispielsweise der letzte finger-Befehl
ausgeführt.
|
| * |
Sie können mehrere Programme gleichzeitig ablaufen lassen:
am Ende der Befehlszeile ein "&" anhängen, z.B: netscape & |
Unix für Fortgeschrittene
Wer bereits mit Unix vertraut ist oder seine Kentnisse ausbauen möchte, kann in diesem Abschnitt
Informationen nachschlagen die immer wieder mal gebraucht werden.
Weitere Unix Befehle
Für den intensiveren Alltagsgebrauch sollte man sich dann auch mit folgenden Befehlen vertraut machen:
ftp |
Mit Hilfe von FTP (File Transfare Programm) kann man Programme und Daten von
Rechner zu Rechner kopieren.
FTP Verbindung aufbauen: Beim Aufruf von FTP gleich die Rechneradresse angeben,
z.B: "ftp ftp.uni-heidelberg.de". Der Rechner bittet jetzt um User-ID und Passwort. Falls Sie auf dem Rechner keinen Account besitzen
und darauf zugreifen möchten (FTP-Server), geben Sie als User-ID "anonymous" an.
Jetzt können Sie sich wie gewohnt mit cd und ls in den Verzeichnissen bewegen.
Software holen: Der Befehl BIN wechselt in den binären Übertragungsmodus
(wichtig nur bei Programmen, gepackten Daten... eben alles was kein reiner Text ist). Mit dem
Befehl GET holt man eine bestimmte Datei (z.B: GET hallo.txt). Der
Befehl MGET holt mehrere Dateien auf einmal (z.B: MGET *.txt).
Zum Schluß FTP beenden: BYE
Tips: Vor dem Versenden von großen oder vielen Dateien sollte man diese Packen.
|
| nslookup |
Gibt von einem Host-/Rechnernamen die IP-Adresse aus, und umgekehrt (name server lookup)
| Beispiele: | nslookup www.pirate.de | (Gibt zugehörige IP-Adresse aus) |
| nslookup 129.206.116.1 | (Gibt zugehörigen Host-Namen aus, falls vorhanden) |
|
| ping |
Überprüft die Verbindung zu einem Rechner, gibt Laufzeit eines kleines Päckchens
(Ping) aus Beispiel: ping www.microsoft.com (Wir machen Microsoft etwas Netzlast)
|
| traceroute |
Zeigt die genaue Verbindung zu einem Rechner an, mit allen dazwischenliegenden Rechnern.
Bitte sparsam benutzen, verursacht etwas Netzlast.
Beispiel: traceroute www.microsoft.com
|
| which |
Programme auffinden. Gibt den Pfad eines Befehls/Programmes aus, d.h. wo es sich befindet
Beispiel: which perl (Zeigt genauen Pfad des Programms "Perl" an)
|
| locate, find |
Zum Suchen von Dateien. Der Befehl locate sucht in einer Datenbank mit allen
Dateinamen (täglich updated) und ist sehr schnell, im Gegensatz dazu
durchsucht find tatsächlich die Festplatte.
| Beispiele: | locate fortune | (Zeigt alle Dateien an,
in dessen Dateiname "fortune" vorkommt) |
| locate index.html | (Zeigt alle HTML-Startseiten an) |
|
| grep |
Zum Suchen von Zeichenfolgen in Dateien. Ausgegeben werden die Dateinamen und alle Textzeilen
in denen der Suchbegriff vorkommt.
| Beispiele: | grep Pizza *.txt | (Zeigt alle *.txt Dateien
und Zeilen an, in denen "Pizza" vorkommt) |
| grep -i love ~Mail/* | (Zeigt alle Maildateien an, in
denen "Love" vorkommt, Gross/Kleinschreibung egal. Ganz praktisch wenn man Mails sucht, denn
die Dateien sind mit den Mailfoldern identisch) |
|
| ln |
Erzeugt einen Verknüpfung (Link) zwischen Dateien. Anstatt Dateien oder Verzeichnisse zu
kopieren kann man auch eine Verknüpfung auf sie anlegen, ist praktisch und spart Speicher.
| Beispiele: | ln -s index.html index2.html | (Von
index.html wird Verknüpfung index2.html angelegt) |
| ln -s /tmp ~/tmp | (Verknüpfung mit dem
tmp-Verzeichnis wird im Homeverzeichnis angelegt) |
|
| chmod |
Zugriffsrechte ändern. Sie können so bestimmen wer auf Dateien oder Verzeichnisse zugreifen kann.
Syntax: chmod Modus Datei
Der Modus setzt sich aus folgenden Parameter zusammen:
u = user, Eigentümer der Datei
g = group, Benutzergruppe
o = others, alle anderen
a = all, absolut alle: User + Group + Others
+ = Recht setzen
- = Recht löschen
r = read, Leserecht
w = write, Schreibrecht
x = execute, Ausführrecht für Programme, bei Verzeichnissen Zugriffsrecht
| Beispiele: | chmod a+r buch | (Leserecht für alle von Datei "buch") |
| chmod ug+x buch | (Ausführrecht für User und Group von Datei "buch") |
| chmod o-rw * | (Kein Lese/Schreibrecht für Others von allen Dateien im Verzeichnis) |
Bemerkungen: Die aktuellen Zugriffsrechte
können Sie mit dem Befehl ls -all sehen. Achtung, beim AFS
(Andrew File System) gehen AFS-Rechte über die normalen Zugriffrechte von chmod.
|
| ps |
Listet Prozesse auf, dazu gehören alle Dinge die momentan im System laufen
| Beispiele: | ps | (Zeigt Prozesse des aktuellen Users an, auf manchen
Unix-Systemen nur der aktuellen Shell/Fenster) |
| ps -aux | (Zeigt absolut alle Prozesse an) |
|
| kill |
Prozess beenden. Die notwendige Prozess-ID (PID) erhält man mit dem Befehl ps
Beispiel: kill -9 1078 (Prozess mit der PID 1078 sofort beenden)
|
| set |
Zeigt die Umgebungsvariablen an, diese werden von verschiedenen Programmen ausgewertet
| Beispiele: | set | (Alle Umgebungsvariablen anzeigen) |
| export EDITOR=pico | (Umgebungsvariable EDITOR setzen, bei bash) |
| setenv EDITOR=pico | (Umgebungsvariable EDITOR setzen, bei c-Shell) |
Das Setzen einer Umgebungsvariable ist leider abhängig von der Shell, der benutzen Eingabeumgebung, am
Besten ausprobieren. Sie können auch ihrem Netzwerkbeauftragten (Sysop)
mitteilen, daß Sie gerne immer die Bash-Shell hätten, bzw man kann die Bash jedesmal mit dem
Befehl bash per Hand starten.
|
Übrigens kann man mit dem Pipe-Symbol (|) Unix-Befehle verknüpfen,
mit dem Grösserzeichen (>) die Ausgabe in eine Datei umleiten.
| Beispiele: | set | more | (Zeigt die Umgebungsvariablen seitenweise an) |
| ps -aux | grep pine | (Zeigt alle Benutzer an, die das Mailprogramm Pine benutzen) |
| man chmod > hilfe.txt | (Die Beschreibung des Befehls chmod in der Datei "hilfe.txt" speichern) |
Zugriffsrechte von Dateien und Verzeichnissen
Schauen wir uns dazu die Ausgabe von ls -all an:
total 951
drwxr-xr-x 7 moak users 1024 Mar 10 21:06 .
drwxr-xr-x 6 root root 1024 Feb 22 03:30 ..
-rw------- 1 moak users 1433 Mar 4 02:16 .addressbook
-rw------- 1 moak users 3824 Mar 4 02:16 .addressbook.lu
-rw------- 1 moak users 7184 Mar 10 21:04 .bash_history
-rw-r--r-- 1 moak users 1345 Feb 21 23:00 .bashrc
drwxr-x--- 2 moak users 1024 Mar 3 18:22 .bin
-rw------- 1 moak users 1811 Mar 3 18:36 .calendar
-rw-r--r-- 1 moak users 69267 Nov 29 18:31 .fvwm2rc95
-rw-r--r-- 1 moak users 10599 Mar 6 03:30 .pinerc
-rw-r--r-- 1 moak users 296 Feb 21 16:42 .profile
drwx------ 2 moak users 1024 Mar 6 01:34 Mail
drwx------ 2 moak users 1024 Feb 27 20:02 data
-rw------- 1 moak users 996 Mar 10 21:06 frong.txt
-rw-r--r-- 1 moak users 840519 Feb 14 10:06 passwd.uni
drwxr-xr-x 2 moak users 2048 Mar 3 21:48 public_html
-rw-r--r-- 1 moak users 432 Mar 10 21:04 signature
-rwx--x--- 1 moak users 1265 Jan 2 11:05 sigrot
lrwxrwxrwx 1 moak users 4 Jan 20 14:34 tmp -> /tmp
Die erste Spalte zeigt uns (unter anderem) an, ob der betreffende Eintrag ein Verzeichnis ist.
| - | besagt,
daß es sich um eine normale Datei handelt. |
| d | steht für ein Verzeichnis (directory). |
| l | zeigt daß es sich um eine
Verknüpfung
(link) handelt. Hinter dem Namen steht das Ziel der Verknüpfung, dies kann ein Verzeichnis
oder eine Datei sein. |
Die nächsten neun Stellen zeigen die Zugriffsrechte an. Jeweils drei Stellen bezeichnen von links
nach rechts die Rechte des Users, die der Gruppe und die aller anderen Benutzer. Die Buchstaben
haben folgende Bedeutung:
| r | Leseerlaubnis (read permission) |
| w | Schreiberlaubnis (write permission) |
| x | Ausführrechte (execution permission) bei Dateien,
bei Verzeichnissen Recht zum Wechseln in dieses Verzeichnis (lookup) |
In der folgenden Spalte steht die Anzahl der Verzeichniseinträge, unter
denen die Datei insgesamt ansprechbar ist. Eine Zahl größer 1 bedeutet, daß
irgendwo Verknüpfungen existieren, die auf diese Datei verweisen.
Nun folgen der Name des Datei-Eigentümers, der Gruppe und die Dateigrösse.
Abschließend kommt das Datum der letzten Änderung und endlich der Dateiname.
Der einzelne Punkt (oben rechts) steht wie immer für's aktuelle Verzeichnis (das ja auch Zugriffsrechte hat),
zwei Punkte stehen für das darüberliegende Verzeichnis.
Ändern kann man Zugriffsrechte mit dem Befehl chmod.
Falls Sie unter AFS (Andrew File System) arbeiten, existieren weitere Rechte, siehe
nächsten Abschnitt. Den Besitzer einer Datei und die Gruppenzugehörigkeit kann man
mit chown bzw chgrp festlegen (Auskunft dazu gibt die Online-Hilfe man).
Zugriffsrechte bei AFS (Andrew File System)
Beim AFS kann man für jedes Verzeichniss erweiterte Zugriffsrechte
bestimmen. Ob sie AFS auf ihrem System haben? Geben sie den folgenden Befehl ein, ohne AFS gibt's eine
Fehlermeldung.
fs la AFS-Rechte anschauen (list access), sehen wir uns
hierzu eine Beispiel-Ausgabe an:
Access list for /u/home/moak is
Normal rights:
system:administrators rl
system:anyuser l
moak rlidwka
Es werden alle User mit Zugriffsrecht aufgelistet. Der erste Wert einer Zeile zeigt den User oder
die Gruppe, dabei steht beispielsweise system:administrator für die Systembetreuer
und system:anyuser stellvertretend für alle User.
Der zweite Wert zeigt die Zugriffsrechte an, die Buchstaben haben folgende Bedeutung:
| r | Alle Dateien im Verzeichnis dürfen gelesen werden. (read) |
| l | Verzeichnis darf angesehen werden, auf Unterverzeichnisse darf zugegriffen werden. (lookup) |
| i | Im Verzeichnis dürfen Dateien oder Unterverzeichnisse angelegt werden. (insert) |
| d | Im Verzeichnis dürfen Dateien und Unterverzeichnisse gelöscht werden. (delete) |
| w | Alle Dateien dürfen verändert/beschrieben werden. (write) |
| k | Alle Dateien dürfen von Programmen mit "flock" vor gleichzeitigem Dateizugriff geschützt werden. (lock) |
| a | Die Rechte des Verzeichnisses darf vom angebenen User verändert werden. (administer) |
fs sa AFS-Rechte setzen (set access) oder löschen
Syntax: fs la Verzeichnis user mode
Einige Beispiele, die Beschreibungen stehen in Klammern:
| fs sa . system:anyuser l | (Aktuelles Verzeichnis darf von allen angesehen werden, Dateien jedoch nicht) |
| fs sa . system:anyuser rl | (Aktuelles Verzeichnis und Dateien dürfen von allen angesehen werden) |
| fs sa datas system:anyuser rlidwk | (Gibt das Unterverzeichnis "datas" für allgemeine Lese/Schreibzugriffe frei) |
| fs sa friends mseuffer rl | (Dem User mseuffer Leserechte für's Unterverzeichnis "friends" geben) |
| fs sa friends mseuffer none | (Dem User mseuffer alle Zugriffsrechte im Unterverzeichnis wieder wegnehmen) |
Wichtig, wenn bei Ihnen das eben beschriebene AFS (Andrew File System) vorhanden ist:
AFS Rechte gehen über die normalen Zugriffsrechte! Lediglich
das Ausführ-Recht hat noch seine Bedeutung, bei ausführbaren Programmen muss
also weiterhin mit chmod
das x Recht (execution permission) entsprechend gesetzt werden.
AFS-Rechte gelten immer für ganze Verzeichnisse und nicht für einzelne Dateien! Falls man die Rechte einer einzelnen
Datei festlegen will, kann man sich aushelfen mit einer Verknüpfung
(link) auf eine Datei im entsprechend freigegeben Verzeichnis.
Ausserdem kann man auch eigene AFS-Usergruppen anlegen, mehr Auskunft darüber mit pts help.
Tips & Links
| * |
Learning by doing. Am einfachsten lernt man durch praktische Erfahrungen, einfach herumspielen
und ausprobieren. |
| * |
Unix ist case-sensitive: achten Sie genau auf Gross/Kleinschreibung bei Befehlen und Dateinamen! |
| * |
Mehr Informationen zu Unix-Befehlen können Sie jeweils mit dem
Befehl man
abrufen. Ich gebe zu, die Informationen von man sind gerade für Anfänger unbrauchbar,
aber dafür findet man (nachdem man es verstanden hat) ziemlich viele Informationen. |
| * |
Den Verantwortlichen (Sysop) eines Unix-Systems kann man üblicherweise per
EMail
erreichen, wenn man vor den entsprechenden Rechnernamen root oder postmaster hängt.
Also beispielsweise beim Rechner space.pirat.de, an die Emailadresse "root@space.pirate.de" schreiben.
 |
FAQs (Frequently Asked Questions)
- Warum bekomme ich keine Verbindung zum gewünschten Rechner?
-
Noch einmal die genaue Schreibweise überprüfen (Gross/Kleinschreibung
beachten) und vielleicht an jemanden in der Nähe wenden. Funktioniert auch
nicht? Dann sollten Sie sich an ihren Netzwerkbeauftragten (Sysop)
wenden.
- Ich habe mein Passwort vergessen... oops, und jetzt?
-
Mit (Studenten-)Ausweis an die entsprechende Stelle wenden, meistens dort wo man auch seinen
Account beantragt hat... manchmal reicht auch schon ne Mail an den entsprechenden Sysop/Provider.
- Ich habe mich per Telnet eingeloggt, warum zeigen Programme Fehlermeldungen an wie "terminal unknown"?
-
Liegt an der falschen Terminalemulation, Telnet-Programm anders einstellen oder geben Sie (am Unix-Prompt) ein:
export TERM=vt100 oder setenv TERM=vt100
Wenn die erste Variante (mit export)
nicht funktioniert, können Sie die Zweite verwenden.
- Warum werden deutschen Umlaute (äöüß) in EMails weder angezeigt, noch kann ich welche eingeben?
-
Liegt am veralteten Terminal. Benutzen Sie besser ein XWindow Terminal oder einen Windows-PC.
Wenn Sie jemandem Neuem schreiben sollten Sie zunächst auf deutsche Umlaute verzichten,
noch nicht alle Mailprogramme verstehen sie.
- Die Anzeige ist plötzlich so langsam oder nur ruckweise, was ist nur los?
-
Unter Unix (und im Internet) arbeiten gleichzeitig mehrere Benutzer, der Rechner
ist überlastet. Suchen Sie sich einen leeren weniger benutzten Rechner aus,
falls Sie Ausweichmöglichkeiten haben.
Manchmal kann es vorkommen, daß alle Rechner (Server) überlastet
sind... nix zu machen, eine Weile warten.
- Wie kann ich drucken?
-
| 1. | Im gewünschten Programm auf Drucken (Print) gehen.
oder mit dem Befehl lpr dateiname eine Textdatei ausdrucken.
|
2. Verwenden Sie falls möglich den voreingestellten Drucker (Default Druckschlange).
3. Holen Sie sich ihre ausgedruckten Seiten ab.
In vielen PC-Pools kostet der Ausdruck etwas, erkundigen Sie sich bitte dort.
- Warum kann ich keine Daten mehr in mein Verzeichnis schreiben?
-
Die meisten User haben nur einen begrenzten Speicherplatz (z.B. 3 MB) zur
Verfügung! Löschen Sie alte Emails oder nicht benötigte
Dateien aus ihren Verzeichnissen. Falls Sie kurzfristig mal mehr
Speicherkapazität benötigen, speichern sie ihre Daten ins temporäre
Verzeichnis /tmp (ganz unten im Hauptverzeichnis).
Mit dem Unix-Befehl quota oder fs lq können Sie den
freien Speicherplatz ihres Accounts abfragen.
- Wie komme ich an die Daten in meinem Unix Verzeichnis?
-
Entweder mit FTP
auf Diskette ziehen (von einem Windows/DOS-Rechner aus, mit eigener User-ID
und Passwort!) oder von Zuhause über den Modemzugang runterziehen.
Falls man einen Unixrechner mit eingebautem Diskettenlaufwerk findet kann man z.B.
auch mdir oder dosdir zum Kopieren benutzen, weitere Optionen verrät die
Unix-Hilfe man.
- Warum kann ich mit Programmen und Bildern aus dem Internet nichts anfangen?
-
Vielleicht bei der Übertragung via FTP
vergessen auf Binär-Modus zu schalten (Befehl BIN)? Achten Sie
ausserdem darauf, daß die Programme genau für ihren Computer
(Rechnertyp, Betriebssystem) geeignet sind.
Falls Daten noch per Hand mit UUDECODE dekodiert werden wollen, sollten Sie eher
auf ein neueres Programm umsteigen, daß dies automatisch erledigt.
- Was bedeuten die merkwürdige Dateiendungen wie z.B. ".tar.gz"?
-
Diese Dateien sind noch gepackt (komprimiert), damit sie nicht so gross sind. Folgendermassen auspacken:
| Endung ".gz": | gzip -d dateiname gzip -v dateiname | nur Inhalt ansehen |
| Endung ".tar": | tar -xvf dateiname tar -tvf dateiname | nur Inhalt ansehen |
| Endung ".tar.gz": | tar -zxvf dateiname tar -ztvf dateiname | nur Inhalt ansehen |
| Endung ".tgz": | wie bei Endung ".tar.gz" |
| Endung ".zip": | unzip dateiname unzip -l dateiname | nur Inhalt ansehen |
Bemerkung: Eventuell lassen sich tar.gz Dateien nicht wie beschrieben auspacken (kein GNU tar), benutzen
Sie dann das Kommando: gzip -cd dateiname | tar -xvf- (oder nur Inhalt ansehen: Option t statt x)
- Wie werden Dateien gepackt?
-
Wenn man viele Dateien kopieren oder sichern möchte, bietet es sich an diese vorher zusammen zu packen.
Alle Daten werden dann in eine einzelne Datei zusammenkopiert und komprimiert.
Packen mit tar: (auf allen UNIX-Systemen vorhanden)
| tar -zcvf test.tar.gz datei1 datei2 | Packt die beiden Dateien in die Datei "test.tar.gz" |
| tar -zcvf test.tar.gz *html | Packt alle Dateien im aktuellen Verzeichnis mit der Endung "html" |
| tar -zcvf test.tar.gz public_html/ | Packt das Verzeichnis "public_html"
mit allen Dateien und Unterverzeichnissen, beim Entpacken werden das Verzeichnis und alle
Unterverzeichnisse wieder angelegt |
Packen mit zip: (auf den meisten Plattformen verbreitet, Unix, Windows, Mac)
| zip test.zip datei1 datei2 | Packt die zwei Dateien in die Datei "test.zip" |
| zip test.zip *html | Packt alle Dateien im aktuellen Verzeichnis mit der Endung "html" |
| zip -r test.zip public_html/ | Packt das Verzeichnis "public_html"
mit allen Dateien und Unterverzeichnissen |
Lernen Sie am Besten erst einmal einfache Unix-Befehle
kennen, zum Entpacken der Daten siehe
letzte FAQ.
- Wie kann ich XWindow-Fenster auf einen anderen Rechner umleiten?
-
An dem XWindow Rechner wohin die Fenster sollen xhost + eingeben oder z.B.
unter Microsoft Windows eine X11-Server-Software aufrufen. Merken Sie sich auch den Namen
dieses Rechners, den kann man beispielsweise mit dem Befehl hostname erfahren.
Dann beim entfernten Rechner einloggen und export DISPLAY=hostname:0 eingeben (mit dem
Namen des ersten Rechners). Jetzt mit z.B. xclock & ein kleines
Fenster starten, klapt es? Sie können nun mit xterm & ein neues Eingabefenster starten
und von dort aus auf alles weitere zugreifen.
Falls es so nicht funktionieren sollte, versuchen Sie statt dem Hostnamen die IP-Adresse
(nslookup)
oder den Terminal-Namen (klebt meist am Monitor) anzugeben. Es kann auch sein, daß sie
statt export DISPLAY den Befehl setenv DISPLAY verwenden müssen,
das Setzen von sogenannten Umgebungsvariablen
ist leider auf Unix-Systemen unterschiedlich.
- Ein Programm wurde mit der Meldung "stopped" abgebrochen. Was ist passiert?
-
Wahrscheinlich haben sie die Tastenkombination <Strg+Z> gedrückt,
das Programm wurde unterbrochen. Nicht weiter schlimm: mit dem Unix-Befehl ps
erhalten sie eine Liste ihrer laufenden Programme, mit dem Unix-Befehl fg
kommen sie wieder zum letzten Programm zurück.
- Mein Xterm hängt, nichts passiert mehr. Was ist passiert?
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Wahrscheinlich haben sie die Tastenkombination <Strg+S> gedrückt und
das Xterm wurde angehalten, drücken Sie <Strg+Q> dann geht es wieder weiter.
- Die Modemzugänge sind ständig besetzt, soll ich mich besser gleich erschiessen?
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Naja, nicht gleich übertreiben! :) Ja ich weiß, das ist richtig
nervend. Versuchen Sie es am besten ab 24:00 oder vor 16:00. Die beste Surfzeit
ist eh zwischen 6:00-8:00 morgens, wenn die Australier schon im Bett und Amerikaner noch
nicht aufgestanden sind.
- Wie kann ich Programme im Hintergrund laufen lassen?
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Mal abgesehen davon dass man mehrere Programme gleichzeitig
laufen lassen kann indem man ein "&" ans Ende hängt, gibt es zwei weitere Möglichkeiten
wie man Programme ablaufen lässt, selbst wenn man gar nicht eingeloggt ist.
Programme weiterlaufen lassen:
Dazu logen Sie sich auf dem gewünschten Rechner ein, starten dann zuerst screen und
danach das gewünschte Programm (z.B. eine langsame FTP-Übertragung). Das Hintergrundprogramm
kann man jetzt jederzeit mit der Tastenkombination Strg+A Strg+D (auf englischen Tastaturen
Ctrl) verlassen... es läuft im Hintergrund weiter. Sie können wie
gesagt in der Zwischenzeit sogar offline gehen. Zurück zum Hintergrundprogramm kommt man
indem man auf dem selben Rechner/Account screen -r eingibt.
Es kann sein daß Ihr Systemoperator aus Performancegründen (Geschwindigkeit) einmal in der
Woche alle Screens killt.
Programme regelmäßig starten:
Vielleicht gibt es Anwendungen die Sie gerne wöchentlich oder zu bestimmten Terminen gestartet
haben möchten? Übergeben sie dem Computer mit crontab dateiname eine Liste mit Dingen
die er erledigen soll. Bei mir steht in der entsprechenden Datei, z.B:
30 5 * * mon ~moak/bin/weekly_checkurl.pl
45 5 1 * * ~moak/bin/monthly_checkurl.pl
Die erste Zeile startet jeden Montag um 5:30 morgens ein selbsgeschriebenes Script das bestimmte
Webseiten überprüft. Die zweite Zeile startet jeden ersten im Monat um 5:45 ein weiteres Script.
Das genaue Format der Crontab-Aufträge entnehmen sie der Online-Hilfe man
(man 5 crontab).
- Kann ich Unix auch auf meinen Rechner zu Hause installieren?
-
Machen wir uns nichts vor, Microsoft macht zwar praktische Programme, aber ist von einem
effizienten Betriebssystem so weit entfernt wie ein fahrradfahrender Pizzascherke von
der Lichtgeschwindigkeit.
Computerfreaks die noch einen Rechner oder Festplatte zuhause rumstehen haben,
können sich Linux oder Free-BSD installieren, z.B. die Linux-Suse-Distribution
(gibt's überall zu leihen oder zu kaufen). Mit etwas Hilfe von einem erfahrenen
Freund steht dann dem Unix-Feeling nichts mehr im Wege, natürlich mit allem Komfort:
Grafik, Sound, Internet usw...
- Bin ich zu dumm, um den Computer zu begreifen?
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Nein, wer versteht schon Unieks... lernen Sie fluchen! Dann wirken Sie wie ein
echter Programmierer!
- Kann ich mir diese Anleitung auch ausdrucken?
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Klar, einfach im Menü auf "Print" drücken (evtl. vorher mit der Maus in dieses Fenster klicken).
Ausserdem können Sie sich diese Anleitung als Offline-Version für zuhause herunterladen (siehe unten),
einschließlich aller Grafiken und einer reinen Textversion.
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And never forget:
Nur im Spielfilm "Tron" kämpfen gute und böse Programme gegeneinander...
in der wirklichen Welt haben sie dazu gar keine Zeit, denn da knabbern
Viren und andere Schurken am liebsten an Windows95 !!!
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Diese Anleitung gibt es übrigens als Offline-Version oder unter http://unix.home.pages.de
| Viel Erfolg mit Unix! |
| Moak |
Author: Mark "Moak" Seuffert, Februar 1998 [PirateWorld]
Ich bin nach Schweden umgezogen und meine alte Homepage gibt es hier nicht mehr, sorry! Meine neue Homepage...
Pichat - Peer to Peer Chat für Unix

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